Donnerstag, 9. Februar 2012
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"Fair zum Bär"
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Amphibien

Seit 2005 wird eine Amphibienwanderstrecke an der stark befahrenen Sinnhubstraße in der Stadt Salzburg von ehrenamtlichen "FroschklauberInnen" regelmäßig betreut. „KlauberInnen“ im wahrsten Sinn des Wortes: die Tiere müssen am Abend von Hand eingesammelt und über die Straße gebracht werden, da für die anwandernden Amphibien kein Amphibienzaun aufgestellt werden kann, denn der Abhang des Rain- und Mönchsberges grenzt unmittelbar an Geh- und Radweg sowie die Straße.

2005 waren es rund 900 Tiere, die sicher über die Straße zum Laichgewässer gebracht werden konnten. 2006 nahm sich HALM des Problems an und es haben ca. 30 Helfer die 1385 anwandernden Tiere über die Straße getragen. 2007 wanderten rund 2275 Amphibien an die Gewässer.

2008 hat die Wanderung aufgrund des milden Winters bereits am 25. Februar begonnen. Insgesamt konnten von 25.02.2008 bis 01.05.2008 rund 2598 zum Laichgewässer wandernde Erdkröten, rund 100 Grasfrösche und ca. 100 Bergmolche sicher über die Straße gebracht werden. Am 28.03.2008 setzte bei den Erdkröten bereits z.T. die Rückwanderung in Richtung Berg ein. Um zumindest einen Teil der Abwanderung gezielt betreuen zu können, wurden am 03.04. und 04.04.2008 von Mitarbeitern des Stadtgartenamtes sowie Franz Kirnstätter, Peter Kaufmann und einigen Freunden 220 Meter Amphibienzaun entlang des Laichgewässers aufgestellt. Insgesamt brachten wir ca. 1215 Erdkröten, 69 Grasfrösche und 15 Bergmolche sicher an den Hangfuß des Mönchs- bzw. Rainberges zurück, wo die Tiere gefahrlos die Rückwanderung in die Landlebensräume fortsetzen konnten. Von diesen Rückwanderern wurden 893 Erdkröten, 55 Grasfrösche und 8 Bergmolche am Zaun abgefangen, was die Rückwanderung für die Tiere wesentlich sicherer macht und den „FroschklauberInnen“ die Arbeit enorm erleichtert. Am 01.05.2007 wurde der Zaun von Franz und Christine Kirnstätter abgebaut, da die Tage zuvor – trotz zum Teil günstiger Witterung – kaum mehr Tiere abwanderten.

Mit 4100 an- und rückwandernden Amphibien war dies die bisher stärkste „Wandersaison“ an der Sinnhubstraße. Zum Glück haben wir aufgrund eines Artikels in der Kronen Zeitung während der Wanderzeit einige zusätzliche, sehr engagierte HelferInnen bekommen!

Vielen Dank an die 43 "Froschklauber", die an 65 Tagen mehrere Stunden an der Sinnhubstraße verbrachten (insgesamt mindestens 500 Stunden!), um die Amphibien sicher über die Straße zu bringen: Ingrid Bernberger, Alexander Borodin-Herzog, Elisabeth Brunner, Severin + Lea + Theda Dantendorfer, Heidi Engel, Wolfgang Forstmeier, Verena Hansbauer, Maria Jerabek, Peter Kaufmann, Patrick Kellner, Sophia Kibler, Christine + Franz Kirnstätter, Nathalie Kleiss, Lisi Knapp, Markus Kuhn, Petra Piess, Bernadette Raab, Elisabeth Riedler, Margot Rigler, Robert Scheck, Tobias Schernhammer, Stefan + Leonie Sternad, Franz Taferner, Gerda + Julia Urban, Patrizia Watzinger, Karin Weilhartner, Hannelore + Erwin Werner, Sabine + Luca Werner, Edi, Gertraud, Katharina, Klaus, Laura, Melanie, René, Rosi sowie einige "unbekannte Helfer".

Ein ganz besonderer Dank geht an Christine + Franz Kirnstätter und Hannelore + Erwin Werner für ihren unermüdlichen Einsatz! Vielen Dank auch an die Hausbesitzer an der Sinnhubstraße – hier besonders Familie Giebisch vom Gästehaus Eva-Maria, die die nächtlichen "Froschklauber" in ihren Gärten duldeten, Familie Schmidt, den Mitarbeitern des Gartenamtes der Stadt Salzburg für das Aufstellen des Zaunes, Achim Ehrenbrandtner für die Koordination mit dem Gartenamt, Martin Kyek und Thomas Meisl für das Organisieren des Zaunes aus dem Lungau und Robert Scheck, für die Zaunbetreuung im eigenen Garten und dass wir den Zaun für die Rückwanderer entlang der Gewässer aufstellen durften! 

 
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