Nachzucht für das Überleben gefährdeter Pflanzenarten
Seit Frühjahr 2002 werden von HALM verschiedene gefährdete Streuwiesen-Arten nachgezüchtet. Das Ziel dieses Projekts ist die Stärkung natürlich vorkommender Bestände durch gezieltes Auspflanzen, sowie das Ausbringen von Populationen auf ehemaligen Flächen. Die reifen Samen werden abgesammelt und in geeigneten Substraten angebaut.
Die Nachzucht wird in Zusammenarbeit mit dem Botanischen Garten (Fachbereich Organismische Biologie, Universität Salzburg) durchgeführt.
Folgende Pflanzenarten werden derzeit von HALM angebaut und betreut:
Alant-Aschenkraut (Tephroseris helenitis)
Eigentliche Färberscharte (Serratula tinctoria)
Lungen-Enzian (Gentiana pneumonanthe)
Niedrig-Schwarzwurz (Scorzonera humilis)
Sibirien-Schwertlilie (Iris sibirica)
Streuwiesen-Prachtnelke (Dianthus superbus ssp. superbus)
Sumpf-Siegwurz (Gladiolus palustris)
Tausendguldenkraut (Centaurium erythraea)
LIFE-NATUR-PROJEKT "Untersberg-Vorland"
Schmetterlingsland am Untersberg
HALM ist Kooperationspartner im Rahmen des LIFE-Natur-Projekts "Untersberg-Vorland" (2006-2010): gemeinsam mit dem Botanischen Garten der Universität Salzburg wurden 36 zum Teil gefährdete Pflanzenarten aus Samen nachgezüchtet. Durch die sehr erfolgreiche Nachzucht konnten insgesamt etwa 1500 Streuwiesenpflanzen im Projektgebiet ausgepflanzt werden. Eine Zielfläche der Auspflanzungen ist eine früher intensiver genutzte Wiese, die im Rahmen des Projektes angekauft wurde. Durch Extensivierung der Bewirtschaftung und Anreicherung mit nachgezüchteten Pflanzen soll diese Wiese wieder in Richtung einer Streuwiese mit höherer Artendiversität umgewandelt werden. Die zweite Zielfläche liegt im Salzburger Freilichtmuseum in Großgmain. Hier entstand durch Auspflanzungen eine Schau!Streuwiese: von einer künstlichen Plattform aus können die Besucher charakteristische und seltene Streuwiesen-Arten genauer kennenlernen.
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